Freitag, 15. Februar 2013

Eltern - Kind - Blogparade: Februar 2013

Ich bin auch mal wieder dabei :-)
In diesem Monat geht es um das Thema:

Kinder und Essen 

Das leidige Thema Essen, ich glaube eines der meistbesprochensten Themen vor allem in Mütterkreisen. In den letzten 5 Jahren habe ich Monate meine Lebens (gefühlt) damit verbracht übers Stillen, Beikost, Süßigkeitenkonsum, Getränke, Obstsorten und andere 100 Themen rund ums Essen zu reden. Nicht immer ganz freiwillig. Aber für einige Mütter gibt es irgendwann nichts anderes mehr und alles dreht sich um die Ernährung des Nachwuchses 

Das fängt alles schon sehr früh an: "Wie du stillst nicht? Ach?" Ich selbst habe beide Jungs gestillt, beide ein knappes halbes Jahr voll, dann langsam abgestillt. In diversen Babymassage/Babyschwimmen/Bewegunsggruppen wurde das Thema Stillen/Flasche gerne und oft thematisiert. Für meinen Geschmack zu viel. Ich habe dieses ganze Gerede nicht verstanden. Gut, dann stillt eine Frau nicht, kann man zu stehen wie man will, aber letztendlich ist es die Entscheidung von jeder Mutter und nicht von der Umwelt. Manchmal habe ich auch nachgefragt, weil die Aussage "Ich habe gaaaaar keine Milch" immer etwas merkwürdig ist. Oder auch " Es hat gaaaaaar nicht geklappt und der/die/das Kleine wurde nieeee satt" +. Auch da hab ich mir meinen Teil zu gedacht und nur mal vorsichtig nach der Hebamme gefragt. Diese Blicke beim Pekip, dieser wortlose Schlagabtausch teilweise, wenn wahlweise Brust oder Flasche ausgepackt wurde....sehr spannend alles. 


Aber dann ging es erst richtig los. Die Babys wurden älter und im besten Beikostalter. Auch da spalten sich die Lager. Die einen geben alles, wirklich alles. Die einen kochen selbst. Die anderen nicht. Die nächsten kaufen nur Bio. Die anderen ersetzen ratzfatz alle Mahlzeiten. Die nächsten nur Kartoffeln, die anderen Pastinaken, oder doch lieber Möhren? Uah! Ich ge zu, da auch mit diskutiert zu haben, aber mal ehrlich? Es war nervig, weil es viele Mütter gibt, die nur ihren Weg akzeptieren und einem das auch unterschwellig zu verstehen geben (oder auch sehr direkt). "Also, WIR kochen alles selbst, ist ja auch viel billiger". "Also, Möhren wirken ja doch schon stopfend...." "Wie ihr nehmt kein Mandelmus?" " oder auch "Ach ihr habt schon 2! Mahlzeiten ersetzt nach 3 Wochen?"
Ich liebe solche Fragen, die keine sind ;-) 
Wir haben es hier sehr klassisch gehandhabt. Mittags wurde zuerst ersetzt, Fynn hat mit Möhren und Mika mit Pastinaken angefangen. Nach und nach wurde brav ersetzt und so bals wie möglich haben beide vom Mittagstisch mitgegessen. Wenig Zucker haben sie zunächst bekommen. Es gab als Snacks Dinkelstangen, Hirsekringel, Banane, Früchteriegel später dann. Fynns erstes Eis war für ihn sicherlich ein Hochgenuß :-) 


 Ich für mich habe es richtig gemacht und auch teilweise innerlich den Kopfgeschüttelt, wenn beim Pekip der 6 Monate alte B. mit Butterkeksen durch den Raum robbte. Abgesehen davon, dass er alles vollsabberte und vollschleimte, finde ich Butterkekse, Milchbrötchen und ähnliches nur bedingt geeignet für das Alter, aber auch dies muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Manchmal wundert man sich nur ;-) "Aber der B. verlangt das regelrecht" Ja klar, der sagt mit einem halben Jahr klipp und klar, dass er jetzt augenblicklich ein verpacktes Milchbrötchen mit Schokolade gefüllt haben mag. Sicherlich! 


 Fynns Gesichtsausdruck beim ersten Eis ist super oder? 

Ist die Beikost nun erfolgreich (wie auch immer) eingeführt, geht es dennoch weiter, die Diskussionen nehmen im Grunde nie ein Ende. Nun geht es um das richtige Getränk, dem Abgewöhnen der diversen Nuckelflaschen und die richtige einzigartige Flasche für unterwegs. "Bei uns gibt es nur Wasser, was anders trinkt xy gar nicht" Schön für xy oder? Aber da spielt nicht jedes Kind mit leider. Hier gab es mal nur Wasser, oft auch Apfelsaftschorle. Trinkflaschen haben wir diverse von Nuk, Sigg, Tupper, Mam und und und. Alles durch und DIE perfekte Flasche gibt es nicht für unterwegs, zumindest für mich nicht. 
Süßigkeiten....das leidige Thema. "Also, der xy hat noch nieeeee was Süßes bekommen. das ist gar nicht nötig" oder auch " Die xy darf alles essen, alles probieren ist doch super." 
Ich selbst empfand einen Mittelweg gut. Fynn hat auch lange keine bis sehr wenig Süßigkeiten bekommen, Mika hat eher Süßes gegessen, das Leid der Zweitgeborenen. Fynn hat ihn auch gerne gefüttert. Und man wird gelassener oder?


Mittlerweile sind Fynn und Mika 5 und 2 Jahre alt. Gesunde kleine tolle Jungs. Ihr Essverhalten ist teils strange, aber ich mache mir nicht mehr so viel einen Kopf darum. Es gibt Tage, da essen die beiden für 4 andere Kinder mit und man fragt sich, wo die das lassen. Gut, dann ist das so. Beide hatten immer solche Essphasen und sind meist danach gewachsen. Es gibt Zeiten, da wird nur Käse auf Brot gegessen, dann wieder nur Leberwurst, dann nur Frischkäse. Dann gar kein Brot, sondern irgendwelche Flakes oder Joghurts. Beide dürfen Süßigkeiten essen, manchmal essen sie zuviel, an anderen Tagen gibt es nichts. Wir achten auf ausgewogene Ernährung, bieten immer wieder Obst an, versuchen am Wochenende was leckeres zu kochen und selten geht es auch mal zu McDonalds. 


So ist das alles hier im Hause L. 
Dies waren meine Gedanken zum Thema Kinder und Essen. 

Kommentare:

  1. Vielen Dank für das tolle und interessante Posting. Die Aktion klingt interessant und spaßig. Nett, dass du dir so viel Mühe bei der Präsentation gegeben hast. Deinen Blog finde ich insg. sehr schön und interessant.
    Hast du Interesse an ggs Follow? Dann lasse es mich bitte wissen. (≧◡≦)
    Viele liebe Grüße aus aus Wieczoranien in den Ruhrpott, Wieczora (◔‿◔)

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  2. Hallihallo ;-) ich liebe diese Baby-Möhren-Fotos, ich hab auch welche ;-) Ja das liebe Essen...ich finde du hast das ganz gut beschrieben ;-) Ganz liebe Grüsse, Murel

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  3. Weißt du, was mir dazu einfiel? Diese Mütter, die genau am ersten Geburtstag anfangen, Zucker zu geben und zwar in Form einer total fettigen, überzuckerten Sahnetorte. Vorher nichts, dann Hardcore. :D
    Ich denke, dass man sich gerade als Erstmama viele Gedanken macht, viel liest und zu wenig auf sein Gefühl hört, auch ein Problem unserer aktuellen Gesellschaft. Diese ständige Esserei nervt mich z. B. auch, früher hatten wir doch auch nicht laufend irgendwelche Kekse dabei, oder? (Ha, dieses Früher-Argument kann ich normalerweise auch nicht leiden :D)

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