Freitag, 21. September 2012

Spielzeug früher und heute (Blogger Aktion)

Die testmama hat zu einer kleinen einmaligen Blogger Aktion aufgerufen: Spielzeug im Wandel der Zeit. 



Mir sprang beim Lesen ihres Blogs erst das Bild ins Auge und ich bin neugierig geworden und wusste schnell: da muss ich auch meinen Senf dazu geben.

Was spielen (eure) Kinder heutzutage und wo seht ihr den Unterschied zu früher? Seht ihr überhaupt einen Unterschied? Womit habt ihr früher am liebsten gespielt und was wäre heute euer Favorit, wenn ihr noch einmal klein sein dürftet? Lasst euch spielzeugtechnisch aus und schreibt mir alles, was euch zu Spielzeug früher und heute einfällt.


Ich bin ein Kind der 70er. 
Ich habe Gummitwist, Himmel & Hölle und Gullihüpfen gespielt.
Ich habe Tischtennis Rundlauf gespielt.
Ich habe draußen Höhlen gebaut und aus Gras wilde Sachen gekocht.
Ich war im Winter in der Großstadt Schlitten fahren
Ich habe stundenlang mit einer Freundin draußen mit wenig Hilfsmitteln gespielt.
Ich habe Playmobil geliebt und mir stundenlang Geschichten ausgedacht. 
Ich habe Stunden meines Lebens mit Barbie Puppen verbracht. Angezogen, ausgezogen, frisiert, verheiratet, Wohnung einegrichtet.
Ich habe gelesen und gelesen und gelesen.
Ich habe Mühle, Dame, Mensch ärgere dich nicht und andere Spiele Klassiker gespielt.
Ich habe mit Freundinnen Rollenspiele gespielt. Wir waren Heidi und Klara oder arme Mädchen oder lagen im Krankenhaus.
Ich habe mit Lego Dinge konstruiert.
Ich habe viel gemalt und gebastelt.

Ja, so war das. Sicherlich fehlen da noch viele Dinge, aber die kamen mir schnell und sofort in den Kopf und ich habe sie mit einem dicken Lächeln herunter geschrieben.

Es gab keine Handys. Ich hatte keinen Laptop. Keine Spiele Konsole. Lange auch keinen eigenen Fernseher. Aber irgendwie ging es oder? ;-)
Mein Cousin hatte damals eine Atari Konsole. Die hat er ab und an mit zu Oma genommen und wir haben Pacman gespielt. Was war das für ein Abenteuer!
Als Jugendliche habe ich mir einen Gameboy gekauft. Tetris habe ich geliebt und das düddeldüddel der Super Mario Spiele werde ich wohl nie vergessen.

Heute habe ich ein IPhone, einen IPod, eine Wii, einen PC, einen Laptop, einen Nintendo DS...

Die Zeit hat sich geändert. Dies wird mir bewusst seitdem ich selbst Kinder habe und man dann natürlich die Spielzeuge kritischer hinterfragt.
Ich habe mir bei beiden Kindern vorgenommen, eine gute Mischung anzustreben. Ich habe nichts gegen Plastikspielzeug, aber es muss nicht der letzte Schrott sein. Wir haben hier auch Little People, Playmobil 123 und Co. Ich unterscheide da für mich sehr strikt zwischen gutem und schlechten Spielzeug. Haba, Selecta und Co stellen tolles Spielzeug her. Ich mag Holzspielzeug, aber meinetwegen können einige Dinge auch Krach machen, gehört dazu und bekommt man manchmal auch geschenkt. 
Meine Jungs haben viel Spielzeug, wahrscheinlich zu viel. Wie viele viele Kinder in dem Alter. Die beiden haben  ein Spielzimmer gemeinsam und in den kleinen Schlafzimmern nur ihr eigenes Spielzeug. Mika also die Kleinkindsachen und Fynn seinen Schreibtisch und Zubehör und die Gesellschaftsspiele. Das gefällt beiden super und klappt gut.
Im Sommer waren wir wochenlang in keinem Zimmer in dem sich Spielzeug befindet, sondern nur draußen, im Garten, unterwegs, auf dem Spielplatz. So langsam fängt (leider) die Zeit an, wo wir wieder mehr Zeit drinnen verbringen. Dann wird wieder mehr gemalt, gebastelt, gespielt, Briobahnstrecken gebaut, die Playmobilburgen aufgebaut, im Kaufladen Sachen verkauft, in der Küche gekocht und sich verkleidet. Wir versuchen da Abwechslung hinein zu bekommen. Und ich versuche auf (in meinen Augen) Schrott Spielzeug zu verzichten. 
Was meine ich damit? Billiges Plastikzeugs. Star Wars Kram, Spielzeug, welches Menschen töten kann in der Realität, Dinge, die aus Plastik bestehen und so laut sind, dass einem die Ohren wegfliegen. Besonders Star Wars Masken, die komische unverständliche englische Dinge erzählen, wenn man auf ein Horn drückt... da gruselt es mich! Und sowas gibt es hier nicht. 

Es hat sich etwas geändert den Jahren was Spielzeug angeht. Definitiv. Da muss man nur mal durch einen großen Spielzeugmarkt gehen. Oder sich in Online Spielwarengeschäften umschauen. So viel Auswahl, so viele Sachen einer Marke (wie Lego oder Playmobil), ständig neue Dinge, völlige Reizüberflutung und nicht zu vergessen: die Massen an Merchandise Produkten. Das werden immer mehr oder? Zu jeder kleinen Fernsehserie wird mit zugeschüttet mit zig Produkten. Nervig und so kurzlebig zum Teil.
Ich werden in solch großen Spielzeugläden irre und würde dort nie mit meinen Kindern hingehen. Die stehen dann irgendwann hilflos vor den Regalen und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Kinder spielen heute auch anders. Kinder klettern nicht mehr so oft auf Bäume, bewegen sich weniger, hocken mehr vor der Kiste und diversen Konsolen. Es gibt soooo viel Spielzeug, aber teilweise wird weniger gespielt. Paradox? Ne, nicht wirklich. Zusammen wird weniger gespielt, es gibt immer mehr Spielzeug, wo die Kinder bitte schön alleine mit spielen können. Ich mag damit nicht alle über einen Kamm scheren, ich beobachte nur viel und merke es bei uns selbst, dass man immer mehr kauft und immer mehr, weil man auch denkt, dass die lieben kleinen es brauchen, aber brauchen sie das? Im Grunde nicht, dass weiß ich und sicherlich auch viele von euch ;-) Aber hey, vieles hole ich auch, weil es mir gefällt, ich gebe es zu! 
Und Bücher - ja Bücher, die kann man immer gebrauchen und davon kann man nie niemals genug haben. 
Ich hoffe, dass wir für unsere Kinder den richtigen Weg gehen und uns der Spargat gelingt :-)




Ich könnte da noch Stunden zu schreiben, aber wer mag das schon alles lesen ;-)
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Kommentare:

  1. Ein interessanter Einblick in die Spiele der verschiedenen Generationen! Ich - Kind der End-80er/90er - habe auch Gummihopse gespielt, Barbies verheiratet und Höhlen gebaut. Ich finde schön, wenn man trotz des medialen Wandels ein Stuck seiner eigenen Kindheit an seine Kids weitergibt :)

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  2. Ich teile deine Beobachtungen - es gibt viel Auswahl, sehr viel Auswahl. Aber spannend ist: die gab es auch früher schon (natürlich nicht sooo viel, aber es gab sie). Ich hoffe, dass meine Kinder viel draußen spielen werden und nicht in ihren Zimmern versauern und noch habe ich die leise Hoffnung, dass ich das beeinflussen kann. :D

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